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die eine oder keine

Die Eine oder keine.

„Eine Frau – ein selbst denkendes, wunderschönes Individuum. Ein, Mensch, der sich selbst als Frau definiert unabhängig von Seinem biologischen Geschlecht,Eine liebenswerte Voll-Katastrophe, ohne die das Leben echt langweilig wäre.Eine Zusammenkunft aus Stärke, Zärtlichkeit, Gefühlsempfinden und ausgeprägten Gefühlen. Ihre Launen und Verhaltensweisen sind wie ein entspannter Sonntagsspaziergang. Im Osten. Über ein Mienenfeld. Ein falscher Schritt und es ist vorbei. Frauen sind unberechenbar – aber liebenswert, ästhetisch und wundervoll.“ * 

Ich bin eine Frau – ich bin sensibel, manchmal ein bisschen zu viel. Vielleicht manchmal ein bisschen zu laut und manchmal ein bisschen zu leise.

Ich habe meine Ecken und Kanten. Ich habe Angst vor einer Enttäuschung. Angst vor extremer Eifersucht, die einem die Luft zum Atmen raubt. Angst, dass einem das Gefühl gegeben wird, dass die Nähe, die ich schenke, nicht erwidert wird. Ich habe Angst davor für einen Nutzen genutzt zu werden.

Ich bin keine Frau für ein One, Two or Three Night Stand.

Aber – One day, Baby.
Werde ich finden was ich suche.

Eine Frau, die zu mir passt, eine die damit umgehen kann, wenn man liebevoll zu ihr ist, die versteht dass, Sex nicht gleich Liebe ist – dass mehr dahinter steckt, wenn man sich einander hingibt.

Eine Frau, die neben mir einschläft, die neben mir liegt so – warm & süß, sodass man sich wünscht, die Nacht würde ewig dauern. Eine Frau, die sich mit ihrem Oberkörper an meinen schmiegt und ich glücklich mit ihr einschlafen und aufwachen darf.

Eine Frau, die mir vertraut und der ich vertrauen kann.

Eine Frau, die mir glaubt, wenn ich ihr sage, dass sie das Einzige für mich ist.

Eine Frau, der ich meine Hand reichen und gleichzeitig auch nach Ihrer greifen kann.

Eine Frau, mit der ich „Weisst-du-noch“ Momente erleben möchte.

Eine Frau, mit der ich bis in die Nacht wachliege, durch ihr weiches Haar streichen kann und pausenlos stundenlang plaudern kann und die einzige Unterbrechung von einem Gespräch kein kaltes Wegdrehen ist, sondern ein tiefer Blick in die Augen gefolgt von einem Kuss, der aus Ihrem reinsten Herzen kommt.

Eine Frau, mit der ich lachen kann. Eine Frau, die über sich selbst Schmunzeln kann.

Aber auch eine Frau, bei der es keine „eigene Probleme“ gibt sondern – „gemeinsamen Lösungen“. Die mit mir gemeinsam an unserer Beziehung feilt & arbeitet.

Eine Frau, die zu Ihren Schwächen steht, eine Frau die sich nicht wegdreht, wenn sie Kummer verspürt, sondern eine die es zulässt, dass ich ihre Tränen trockne und ich ihr als Zeichen der Zuneigung einen Kuss auf die Stirn geben darf.

Eine Frau, die nicht die Augen verdreht, wenn ich im Sommerregen barfuß in Pfützen springe, im Herbst in bunte Laubhaufen hüpfe oder im Winter einen Schneemann baue. Sondern eine Frau, die mit mir nass im Sommerregen wird, sich im Laubhaufen mit mir wälzt und die beim Schneemann bauen, mir die Möhre reicht mit den Worten: „Du hast die Nase vergessen.“

Eine Frau, mit der man Spaziergänge machen kann – bei Wind und Wetter, bei Sturm & Hagel.

Eine Frau, die ich in meine Arme schließen darf und stolz der Welt zeigen darf. Eine Frau, der ich jeden einzelnen Gedanken von Ihren Lippen lesen kann. Eine Frau, die ihre eigenen Interessen hat, den Mut & die Willenskraft hat zu kämpfen. Die Ihren Träumen & Zielen mit ganzer Seele nachgeht. Eine Frau, die so anders aber, aber wiederum so gleich ist. Eine Frau, die akzeptiert, dass ich freier Vogel sein darf & meine Flügel ausspannen darf – das jeder von uns den anderen loslassen kann, weil man weiß dass man sich vertrauen kann.

Eine Frau, mit der man gemeinsam die Nacht durch moonwalkt, nach Hause torkelt, man sich am nächsten Morgen beim Aufwachen anlächelt und weiß, dass man trotz verkorksten Waschbärgesichts, die schönste der Frau der Welt ist.

Eine Frau, die mich nicht reduziert ob und wieviele Kurven ich habe, welche Kleidergröße ich besitze, sondern eine Frau der nur eine Größe wichtig ist, nämlich die meines Herzens. Eine Frau Oberflächlichkeiten nicht wichtiger sind als der Charakter eines Menschen.

 Eine Frau, dessen Hand man nehmen darf, ohne die Befürchtung zu haben, dass sie weggezogen wird.

Eine Frau, die materiellen Dingen keine Beachtung schenkt, sondern die mit mir in den Moment hinein lebt.

 


Mit der man keine Angst hat eine Achterbahn zu fahren, um Höhen und Tiefflüge zu erleben.

Eine Frau mit der man ehrlich sein kann, eine Frau die genauso konstruktiv dir gegenüber ist und Kritik aussprechen kann – um bei Unstimmigkeiten miteinander zu agieren und nicht die Flucht riskieren.

Eine Frau, die man so sehr lieben darf, dass einem fast das Herz vor Glück stehen bleibt, wenn sie mich umgibt. Eine Frau, bei der ich dahinschmelze, wenn ich ihr in Ihre Augen schaue, bei der ich mich frage: Sind wir uns im früheren Leben einmal begegnet?

& eine Frau bei der ich weiß dass, ich ihren Augen eine gemeinsame Zukunft sehe.

Eine Beziehung, die aus Vertrauen, Kraft, Ehrlichkeit besteht. Eine Beziehung, die von Kommunikation, Leidenschaft und Humor genährt wird.

Eine Beziehung, in der man gemeinsam den Regenschirm aufspannt, wenn es mal regnet oder gar hagelt und gemeinsam auf einen Regenbogen und den nächsten Sonnenstrahl wartet.

Eine Frau, bei der man das Gefühl hat vollkommen zu sein. Eine Frau, mit der man gemeinsam im Sturm im Steuerboard stehen kann und sein Schiff wieder aus dem Wind und Regen heraussteuern kann, gemeinsam – der Sonne entgegen.

Eine Frau, nicht irgentEine. Nein. Eine Frau, die perfekt unperfekt ist, so wie ich.

Die eine oder keine.

Eine Frau – eine Selbstdefinition von sich selbst.

*Facebook, Diskussion zum Thema „Definition einer Frau“ am 20.01.2017, anwesend: Anika Riegel, Ivy Revolte, Lena Peesel, Lia Settler & Tiffany Black

Gastautorin: Karen Kanzia