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Innere Kreise

Innere Kreise

Unser Heim ist zu einer Weide des Schweigens geworden.
Ein Ort des geborgen seins, zerfallen zu einer kargen Landschaft,
in der Galle empor steigt.

Geysire der emotionalen Verbundenheit.

Augenblicke treffen sich nur in der Seltenheit eines gefühlsneutralen Moments. Geschlossene Türen stehlen des Ganges Helligkeit. Nahmen sie mir doch die Sicht.

 

Ein beißender Gestank erschlägt mich, wenn die Tür aus dem Schlosse fällt. Kein Atemzug ohne den Ekel in mich dringen zu lassen. Auch deinen Exkrementen ist der Rosenduft nicht anheim. Synthetische Stoffe übertünchen ihn nicht.

Wenn zu entfliehen der einzige Weg ist, meiner Eingeweide Knoten zu lösen, komme ich nicht umhin den Schritt zu gehen.

Durch Unehrlichkeit entziehe ich mich diesem Zustand. Nur Halbwahrheiten stecken in den Worten, die ich dir schenke.

Wäre es gerechter, schleuderte ich dir meine Wahrheit ins Antlitz?

 

Versuche der Selbstreformation waren vergebens. Zerschmettert durch die Ignoranz meines Bittens. Für mich selbst einstehend, komme ich zu dem Selbsteingeständnis, dass jeder seines eigenen Raumes bedürftig ist.

 

Wir haben versagt,

waren wir doch der Gestaltung des Refugiums nicht mächtig. Kompatibilität ist kein gemeinsamer Nenner. Innere Kreise wurden verrückt.

Autorin: Baba Green